DOWNLOAD PRESSEFOTOS (Credit Philipp Lihotzky)

GRAZ.
Inspiration für ihr kulinarisches Vorhaben holten sich die beiden Grazer Top-Köche, Alexander Jonke (40) und Christopher Mittendrein (25), auf den spannendsten Streetfood-Märkten der Welt. „Wir waren im vergangenen Jahr viel unterwegs und haben uns auf der Suche nach Ideen für unser Projekt durch die Straßenküchen von Berlin über New York bis Bangkok gefuttert“, erzählen die beiden. Ab 12. August ist es nun so weit: Da eröffnet in der Grazer Badgasse 1, in der so genannten Kastner&Öhler-Passage gleich neben dem Paradeishof, ihr umgebauter „Airstream Safari“. Das Konzept von „Colibri Fine Art Streetfood“ verspricht nichts Geringeres als die besten Streetfood-Gerichte aus der internationalen Küche nach Graz zu bringen. Der Name „Colibri“ symbolisiert eben diese Freiheit des Kochens.

Täglich wird es mindestens fünf frisch gekochte Gerichte auf der Karte geben, die laufend wechseln. Zu Beginn wird das zum Beispiel ein Balistyle-Chickenburger sein sowie eine feurige Fish&Chips-Interpretation mit Gambas und Pimientos, ein veganer Black-Bean-Burger oder Asia-Rippchen. Die Gaumen der Stadt soll aber vor allem ein Gericht erobern, das zum Fixstarter auf der Colibri-Karte wird: hausgemachtes Pastrami im französischen Baguette mit English-Mustard-Senf und Gurke. „Das Pastrami stellen wir selbst her, die Zubereitung dauert knapp drei Wochen“, erklärt Alexander Jonke. Bis zu 18 Tage wird der Rinderbrustkern in eine Lake eingelegt, die die beiden Köche in den vergangenen Monaten selbst entwickelt und ständig verfeinert haben. Christopher Mittendrein: „Pökelsalz, Wacholder und Lorbeer sind neben Wasser die Hauptkomponenten der Lake, dazu kommt unsere geheime Gewürzmischung.“ Anschließend wird das Fleisch unter anderem mit Kreuzkümmel, Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln und braunem Zucker überdeckt und wandert noch einmal sechs bis acht Stunden bei 110 Grad Celsius in den Smoker. „Höchste Qualität bei den Lebensmitteln und bestes Handwerk bei der Zubereitung. Sämtliche Saucen sind selbst gemacht, ebenso wie die Fries, die wir zu den Gerichten servieren. Das Brot liefert uns ein Grazer Bäcker“, erzählen Jonke und Mittendrein.

Airstream aus Florida
Nicht nur die Gerichte von „Colibri Fine Art Streetfood“ haben einen internationalen Ursprung, sondern auch der Wagen, aus dem sie herausgekocht werden. Das neun Meter lange und drei Meter hohe Wohnmobil der US-Marke „Airstream Safari“ haben Jonke und Mittendrein gebraucht in Florida gekauft und nach Europa verschiffen lassen. Per LKW-Transport wurde der Wagen schließlich noch von Hamburg nach Graz überstellt. „Zunächst mussten wir ihn erst einmal komplett ausschlachten. Immerhin war das Wohnmobil ausgestattet mit einem Bad, zwei Betten und einer kleinen Küche. Insgesamt wanderte beinahe eine Tonne auf dem Sperrmüll.“ Eingebaut wurde nun eine komplette Gastroküche, die den beiden Köchen optimale Kühl- und beste Zubereitungsmöglichkeiten gewährleistet.

Geöffnet hat „Colibri Fine Art Street Food“ täglich von Montag bis Samstag ab 11 Uhr.

Comment